Tickets – ELLI BERLIN & BRUNHILDE Berlin
Informationen
Zur Absage des Konzerts von Elli Berlin und Brunhilde am 28.4.26
Vorab zum Narrativ von Elli Berlin samt Management, dass das SO36 nur eine Ausrede gesucht habe, um eine schlecht verkaufte Show abzusagen. Dem ist nicht so. Wenn sich Shows wirklich schlecht verkaufen, versuchen wir in der Regel, sie in eine kleinere Venue zu verlegen, das natürlich immer in Absprache mit der Band bzw. den Veranstalter*innen.
Grundsätzlich gilt: Wenn wir Auftritte absagen, zahlen wir selbstverständlich die vereinbarten Ausfallgagen.
Zum eigentlichen Grund unserer Absage:
Einige Tage vor dem Konzert wurde bekannt, dass sowohl die Band Elli Berlin als auch Philipp Burger (Frontsänger und Texter der Band Frei.Wild) beim selben Festival auftreten sollten.
Daraufhin erreichten uns etliche Anfragen, wie es dazu kommt, dass Elli Berlin bei uns eine Bühne erhält. Burger tingelt zurzeit durch etliche Talkshows und scheut dabei auch nicht vor rechtsextremen Podcast-Formaten zurück. Diesen verhilft er mit seiner immensen Reichweite auch außerhalb bereits rechtsextremer Kreise zu Popularität.
Daraufhin haben wir den Touragenten von Elli Berlin um ein Statement zu diesen für uns neuen Informationen gebeten. Zurück kam, kurz gefasst, eine Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus sowie der Vorwurf, das SO36 würde sich Nazimethoden bedienen. Tonfall und Inhalt ließen uns nicht mehr an eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Durchführung des Konzertes glauben. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, das Konzert abzusagen.
Kurz darauf erreichten uns weitere Informationen zur Verbindung von Musiker*innen der Band Elli Berlin zur Person Stefan Krähe. Die Mitglieder von Elli Berlin haben sich bis heute weder zu ihrer bis vor Kurzem andauernden Zusammenarbeit mit „Krähe“ geäußert noch sich von seinen Reichsbürger- und Verschwörungsideologien distanziert.
Zusätzlich dazu bekamen wir noch weitere Details zu Zusammenarbeiten, Auftritten und Social Media Collabs der Band Elli Berlin mit weiteren (aus unserer Sicht) fragwürdigen Personen und Bands, die uns in unserer Entscheidung bestätigten.
Unser Fehler war es, im Vorfeld nicht besser zu recherchieren, all diese Informationen sind öffentlich, größtenteils auf Elli Berlins Social Media Accounts oder mit überschaubarem Rechercheaufwand auffindbar.
Wir wundern uns, dass Elli Berlin dieser Widerspruch zwischen dem Wunsch, in ausdrücklich linken Läden zu spielen und ihren zahlreichen Verbindungen in rechtsoffene bis rechte Kreise nicht selbst auffällt.
Wir unterstellen der Privatperson Elisa N. ausdrücklich nicht, daß sie selbst "rechts" ist.
Wir erwarten aber von Künstler*innen und Bands, die wir auf unsere Bühne einladen, dass sie sich klar abgrenzen.
Bei gefühlt 90 Prozent der Kommentatoren unter Elli Berlins Post zur Absage, sind wir sehr erleichtert, diese Leute nicht in unseren Räumen zu Gast zu haben.
Für die anderen zehn Prozent, die wie wir auf den ersten Blick nur eine starke Frau auf der Bühne abfeiern wollten, tut es uns leid. Danke auch an die Menschen, die sich empört aber sachlich nach unseren Gründen erkundigt haben, auch die gab es.
Zur Band Brunhilde lagen und liegen uns keinerlei Informationen vor, die zu dieser Absage beigetragen hätten.
Von Brunhilde liegt uns folgendes Statement vor:
"BRUNHILDE positioniert sich klar gegen Faschismus und gegen jede Form von menschenfeindlichem Gedankengut."
Die Band unterstützt die Kampagne "Laut gegen Nazis" mit dem Verkauf eines Soli T-Shirts.
Leseempfehlung:
https://www.campact.de/blog/2025/07/hufeisentheorie-warum-das-hufeisenmodell-der-demokratie-schadet/ )
https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon